Page header cover

Destinus

Luft- und Raumfahrttechnologie

Finanztechnologie

Early stage (Frühstadium)

Histor. Rentabilität: keine

Destinus ist ein Schweizer Startup von Mikhail Kokorich, Gründer der Raumfahrtunternehmen Momentus und Dauria Aerospace. Das Startup entwickelt eine Technologie, um ein Flugzeug mit Überschallgeschwindigkeit in die Mesosphäre zu bringen und sanft auf einen anderen Punkt auf dem Planeten abzusinken. Die zugrunde liegende Technologie sind Motoren mit flüssigem Wasserstoff, die Kohlenstoffemissionen vermeiden. Die Motoren werden wiederverwendbar sein.

Offizielle Website: https://destinus.ch/

Hauptsitz: Payern, Schweiz

Warum in Destinus investieren?


  • Einzigartige Technologie der Frachtzustellung in 2 Stunden von Europa nach Australien

  • Großer und schnell wachsender Markt 

  • Der erfahrene CEO Mikhail Kokorich und ein Team ehemaliger Mitarbeiter von Arianespase, Boeing und Airbus
  • Finanzielle Leistung von Destinus

    • Letzte Runde: 29 Millionen Dollar – Seed
    • Schätzung der letzten Runde: 95 Millionen Dollar – pre-money
    • Datum der letzten Runde: Februar 2022
    • Hauptinvestoren: Conny & Co, Quiet Capital, One Way Ventures, Liquid2 Ventures, Cathexis Ventures, ACE & Company, Raison Asset Management

    Investitionsattraktivität von Destinus

    Das Unternehmen beabsichtigt, Waren in nur 2 Stunden von Europa nach Australien zu liefern. Heute dauert eine Standard-Expressflugreise zwischen den Kontinenten zwischen 48 und 72 Stunden. Das Startup sieht die globalen Logistikunternehmen UBS, FedEx, DHL etc. als potenzielle Kunden.

    Zunächst will sich das Startup auf den Transport dringender Fracht konzentrieren: Spenderorgane, Medikamente (einschließlich Impfstoffe), Dokumente und verderbliche Luxusgüter. Künftig will Destinus auch Passagiere befördern.

    Das Startup entwickelt eine einzigartige Technologie, die noch nicht auf dem Markt ist – ein unbemannter Hybrid aus einer Rakete und einem Flugzeug. Gleichzeitig sind die meisten Komponenten der Technologie bekannt, was die Entwicklungszeit verkürzt. Der erste Prototyp namens Jungfrau wurde in nur 4 Monaten entworfen, gebaut und getestet.

    Laut dem Gründer Mikhail Kokorich wird das Unternehmen die ersten kommerziellen Flüge in 3 – 4 Jahren durchführen können und Flüge mit sperriger Fracht (bis zu 100 Tonnen) werden in den Jahren 2027 – 2030 gestartet.

    Destinus-Hyperflugzeuge sind aufgrund der Verwendung von Wasserstoff als Brennstoff umweltneutral konzipiert. Wasserstoff wird auch verwendet, um das System zu kühlen. Darüber hinaus werden beide Triebwerke, die erste Stufe und die Rakete, wiederverwendbar sein.

    Jungfrau-Prototyp

    Leistungen des Unternehmens

    Im Februar 2022 schloss Destinus eine 29-Millionen-Dollar-Startkapitalrunde ab, um Prototypen von Hyperflugzeugen zu entwickeln. Das Unternehmen wurde von allen Risikokapitalgebern unterstützt, die auch in Kokorichs früheres SpaceTech-Startup Momentus investiert hatten.

    Der Hauptsitz von Destinus befindet sich in der Schweiz. Das Startup hat R&D in München (Deutschland), Madrid (Spanien) und Toulouse (Frankreich). Das Unternehmen plant, bis Ende 2022 auf 100 Mitarbeiter zu expandieren.

    Das Unternehmen hat bereits erste Tests durchgeführt: Ein Prototyp namens Jungfrau, der die Größe eines PKW hat, flog im November 2021 über einem Flugplatz bei München. Das Fahrzeug hob in die Höhe von 20 Metern ab und führte mehrere Manöver mit 150 km/h durch.

    Das Unternehmen plant, 2022 eine Reihe von Testflügen mit größeren Prototypen durchzuführen. Die Tests wurden bereits mit den Luftfahrtbehörden in der Schweiz und der Europäischen Union vereinbart.

    Marktaussichten

    Nach Angaben von Mordor Intelligence wird der Luftexpressmarkt auf 59 Milliarden Dollar geschätzt und soll jährlich um durchschnittlich 8,2 % wachsen. Insgesamt hat der Luftfracht- und Passagiermarkt einen Wert von etwa 1 Billion Dollar. Je zugänglicher die Expresszustellung ist, desto größer wird die Nachfrage sein: Es wird eine neue Gruppe von Kunden aus dem Online-Handel, der Logistik und anderen Bereichen entstehen.

    Die Kommerzialisierung von Weltraum- und weltraumnahen Technologien stößt auf das Interesse großer Risikokapitalgeber. Das Jahr 2021 wird voraussichtlich ein Rekordjahr für Investitionen in die Raumfahrt sein. Laut Crunchbase haben Risikokapitalgeber im vergangenen Jahr mehr als 5,2 Milliarden Dollar in die Raumfahrttechnologie investiert, darunter 850 Millionen Dollar in SpaceX und 650 Millionen Dollar in Relativity Space.

    Gründer und Team

    Das Unternehmen wurde von Mikhail Kokorich gegründet. Er hatte in der Vergangenheit zwei erfolgreiche Raumfahrt-Start-ups aufgebaut: Dauria Space (in Russland) und Momentus (in den USA), die er jedoch aus politischen Gründen verlassen musste.

    Cornelius Borsch ist ein führender Investor und Vorstandsmitglied von Destinus. Erfolgreicher deutscher Unternehmer (gründete die ACG und ging an die Börse) und bedeutender Risikokapitalgeber (über 350 Investitionen in Start-ups in der Frühphase).

    Philipp Rösler, ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland sowie Vorstandsmitglied des Internationalen Wirtschaftsforums, ist Mitglied des Beirats von Destinus.

    Das Startup-Team besteht aus mehr als 50 Mitarbeitern mit Erfahrung bei Arianespace, Boeing, Airbus, ESA, DLR, Dassault Aviation, Rolls-Royse, Safran und anderen Luft- und Raumfahrt- sowie Transportunternehmen. Bis Ende 2022 will das Unternehmen seine Mitarbeiterzahl verdoppeln.

    Das Destinus-Team im Schweizer Büro

    Risiken

    Da es sich um eine Venture-Investition handelt, besteht ein hohes Risiko, dass das Unternehmen in Konkurs geht oder die Entwicklung des Produkts scheitert. Das Wachstum des Raumfahrtmarktes und die umfangreiche Erfahrung des Gründers im Aufbau von SpaceTech-Startups erhöhen jedoch die Erfolgschancen erheblich.

    Regulatorisches Risiko. Mikhail Kokorich war wiederholt mit regulatorischen Schwierigkeiten konfrontiert, daher wählte er die Schweiz, eine neutrale und günstige Gerichtsbarkeit, um ein neues Unternehmen aufzubauen.

    Technologisches Risiko. Das Unternehmen kann bei der Entwicklung von Hyperflugzeugen auf unvorhergesehene Probleme stoßen.